echtes Radfahren

Heute, kurz nach Sonnenaufgang war es soweit. Erstmals war es mir erlaubt, die Luft zu schnuppern, die in der Regel sonst nie um meine Nase weht. Gleich zu Beginn eine Erfahrung: es ist eine erhebende Position. Man ist nie schuld. An nix.

Was war geschehen? Worüber möchte ich mich auslassen? Über eine schnelle und anstrengende  Ausfahrt mit einem Profi-Tandem und einem Ebensolchen beim Lenker. Erstmals in meiner 16 jährigen Tandemerfahrung durfte ich am Sozius Platz nehmen. Dort sieht man nix, riecht viel und beschränkt sich aufs Treten und manchmal fürchten.

Natürlich gab es noch keine perfekte Zusammenarbeit. Das war auch nicht zu erwarten – es war ja nicht einmal noch die Generalprobe. Wenn mein Puls knapp bei 180 fast bei der Schädeldrecke rausschaut und Peter mit knappen 140 locker lächelt und sich maximal wundert, warum auf seine Fragen nur ein stöhnen kommt, dann liegt dies natürlich am Leistungsunterschied, aber auch an mangelnder Koordination. Zumindest hoffe ich das schon auch ein bisschen.
Bergab wird heftig getreten, keine Sekunde verschenkt. Und so manche Kurve kam mir noch nie so eng vor. Ein „aaaaahhhhh“ war schon in Vorbereitung, musste dann doch nicht zum Einsatz kommen. Er war gnädig zu mir.
Nachdem bei Europacup und Weltcup das Rad für Furore sollte sorgen, ist die Übersetzung so, dass die Gänge nicht wirklich ausgehen (wenn es bergab oder flach dahingeht). Wer kann, der kann. Auch bergauf. Aber man kann ja im Wiegetritt fahren (was recht rasch funktionierte).

Ich freue mich sehr, wenn mir die Möglichkeit wieder geboten wird. Und sage niemals ab! Und werde brav sagen, ich trainiere um nicht abzureißen (das könnte bei einem Pisa-Lese-Test eine Falle sein) …. und vielleicht harmonisiert die Koordination mal so, dass mein Puls im Keller bleibt …? Immerhin bin ich eine Hobette und brauche mich für meine schwache Leistung nicht zu genieren (hahaha). Mit einem Käfer wird man auch niemals einen Carrera schnupfen. Dies gelang nur in der „Zweierbeziehung“ anno dazumal ….

Der große Traum von Paralympics

Österreichischer Behindertensportler auf dem Weg nach Rio

Wenn der blinde Niederösterreicher Patrick Bitzinger zusammen mit seinem Tandempiloten die Runden auf der Radrennbahn dreht, lebt er seinen Traum. Seit vier Jahren trainiert der Behindertensportler auf sein großes Ziel hin: Die Paralympischen Sommerspiele. Am besten schon dieses Jahr in Rio de Janeiro. Weiterlesen

für die Härtesten unter uns …

… für Ebendiese, denen es im Winter nicht ausreicht, meist dreckig heim zu kommen, stundenlang das Rad zu pflegen sowie gefrorene Zehen und Finger zu haben, ja für diese gibt es die Crossrennen vulgo Querfeldein. Sie wollen auch noch brennende Lungen und sich intensiv spüren. Es gibt in diesem Blog bereits diverse Einträge aus den vergangenen Jahren, daher soll jetzt nicht weiter auf die technischen Gegebenheiten sowie Voraussetzungen eingegangen werden. Es soll den Härtesten unter uns einfach nur gratuliert werden, dass sie sich von diesen widrigen Umständen nicht haben abschrecken lassen und die ganze Saison von Oktober bis Mitte Jänner durchgehalten haben!

Und ja, wir haben sogar solche harten Typen (Innen sind noch keine dabei) in unseren Reihen! Also, CHAPEAU und wir bieten weiterhin unsere Dienste an, um die Räder wieder rennfertig zu bekommen, wenn wieder mal das Material früher ausgestiegen ist …