Null Grad – mit dem Fahrrad im Winter entlang der Donau von PASSAU nach WIEN -Teil 3

350 Kilometer bei nass-kaltem Wetter im Februar 2018 – Bericht von G.R. – Teil 3

Die letzte Etappe führt dann am dritten Tag aus dem Zentrum von KREMS mit kleineren Umwegen über THEISS und ALTENWÖRTH, TULLN, ZWENTENDORF und schließlich KLOSTERNEUBURG nach WIEN, der DONAU-Radweg heißt nun Euro Velo 6 und ist bestens ausgeschildert (auch auf Umleitungen) und frisch asphaltiert. Angelika begleitet mich und nach weniger als fünf Stunden und ca. 90 Kilometern kommen wir in WIEN-Gersthof an. Weiterlesen

Null Grad – mit dem Fahrrad im Winter entlang der Donau von PASSAU nach WIEN -Teil 2

350 Kilometer bei nass-kaltem Wetter im Februar 2018 – Bericht von G.R. – Teil 2

Also nochmals zurück auf die Bundesstraße 130 und Richtung EFERDING ergibt mein Natur-Navigations-Talent. Dabei geht es mehrere Kilometer einen Hügel bergauf – besonders der flotte Durchzugsverkehr auf der B 130 und das Spritzwasser der LKWs spornen mich an, diesen Abschnitt in einem durchzuziehen. Vor der Abfahrt im Regen halte ich aber noch kurz an, stelle das Rad in einem Bus-Wartehäuschen unter und pumpe die Reifen auf knapp vier bar auf, so fühle ich mich sicher – prüfe nochmals Licht und Rücklicht und rolle runter, biege dann ab Richtung ASCHACH, um wieder an die DONAU zu gelangen. Von den 200er Brevets im Mühlviertel kenne ich das Gasthaus DIEPLINGER etwas außerhalb von ASCHACH und freue mich schon auf eine heiße Suppe. Von weitem schon ist das Gebäude zu sehen und ich radle zügig auf das Gasthaus zu. Heute scheint nicht mein Glückstag zu sein – Ruhetag beim DIEPLINGER. Aber der Regen wird nun schwächer und ich beschließe meine Fahrt fortzusetzen – noch ca. 30 Kilometer bis an mein Tagesziel in LINZ. Große Freude bereitet mir bald darauf der Umstand, dass der Regen ganz aufhört, was den Glauben an mein Tagesmotto bestätigt. Ich wechsle daher die nassen SEALSKINZ Handschuhe gegen die trockenen warmen RAPHA Handschuhe und werde plötzlich richtig fröhlich. Die Beinlinge beginnen im Fahrtwind zu trocknen und die RAPHA Radhose war nur außen nass geworden (der Abperl-Effekt funktioniert wirklich). Am Donaukraftwerk OTTENSHEIM ist die Beschilderung des Radweg-Verlaufes so verwirrend für mich, dass ich beschließe auf die Bundesstraße 129 – die LINZER Straße – zu wechseln und über WILHERING mein Tagesziel zu erreichen. Nun kommt das zusätzliche Super-Rücklicht mit Blinkmodus zum Einsatz und ich fahre in der Dämmerung im Abendverkehr bis ins Zentrum von LINZ – mit allen Umwegen, hin und her heute schließlich ca. 110 Kilometer geradelt.

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Null Grad – mit dem Fahrrad im Winter entlang der Donau von PASSAU nach WIEN – Teil 1

350 Kilometer bei nass-kaltem Wetter im Februar 2018 – Bericht von G.R.  – Teil 1

Wenn Du Einsamkeit suchst und Regen und Kälte nicht scheust, dann fahre die DONAU im Winter auf Wegen und Straßen entlang – als verrückt, als zu kalt, zu lange oder unnötig oder als abenteuerlustig werden es Freunde und Bekannte bezeichnen. Kaum jemandem begegnet man, viele Ortschaften scheinen menschenleer zu sein, kaum ein Gasthaus ist geöffnet. Und der Weg ist teilweise ruppig, oftmals nass und rutschig, an manchen Stellen schlammig, dann wieder asphaltiert oder auch gepflastert – aber die Fahrt lohnt sich: wunderschöne Landschaften präsentieren sich im Tagesverlauf in unterschiedlichen Stimmungen entlang des immer breiter werdenden Stroms. Die Fahrtgeschwindigkeit erlaubt ab und zu kurze Blicke in Seitentäler, man erkennt Zuflüsse oder Wege hinauf über die steilen Anstiege entlang des Donautals. Staudämme lassen sich überqueren, um ans andere Ufer zu gelangen, Fähren allerdings sind um diese Jahreszeit fast ausnahmslos außer Betrieb. Kunstvolle Bauwerke und Pilgerstätten weisen auf die frühere Bedeutung der Donau als Verkehrsweg hin und auf den Reichtum, der damit verbunden war. Folgend ein Bericht zur gefahrenen Strecke mit Hinweisen betreffend Fahrrad und Material bzw. Bekleidung.

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